Elektrisch bewegt

Therapierouten

Gerade Gesundheitsurlauber stellen für jede Kurstadt ein großes Potential dar, welches noch nicht richtig ausgeschöpft wird. Um für Urlauber mit einem verstärkten Gesundheitsbewusstsein ein Angebot zu schaffen, das draußen in der Natur stattfindet und gleichzeitig einen echten gesundheitlichen  Mehrwert liefert und mit einem gezielten Training den Gesundheitszustand verbessert, wird genau der Zahn der Zeit getroffen. Auch stellt eine Ausweitung der Zielgruppe durch Reha-Patienten durch eine Erweiterung des Zusatzangebotes in Reha-Kliniken und damit verbundenen Erweiterung des Aktionsradius einen Mehrwert für Patienten dar. Eine Verbindung der Erweiterung des Aktionsradius der Reha-Patienten und die Kombination von Natur, Sport und Erlebnis ist ein echter Mehrwert und hilft Menschen auch im Alltag wieder mobiler zu sein und zu werden.


Aufgrund der immer größer werden Anzahl von Menschen mit muskulären Dysbalancen und Fehlhaltungen in der Bevölkerung, die oft Ursache von z.B. Rückenleiden sind, zeigen die entsprechenden Routen, Übungen auf, die diesen Dysbalancen vorbeugen. Bewegungsmangel, monotone Belastungen im Alltag oder einseitige sportliche Belastungen können zur Entwicklung von muskulären Dysbalancen führen.Auch sind die Übungen für die tägliche Wiederholung gedacht und schaffen dadurch eine langfristige Verbesserung des Gesamtzustandes.
Aus diesem Grund wurden verschiedene Radtouren entwickelt, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweisen und jeweils mit unterschiedlichen Sportübungen kombiniert wurden:
Route 1

Auf den historischen Spuren des Ziegels mit den Balanceübungen:Standwaage, Pelikan und Cross-Move

Balance steht für Gleichgewicht und ist oft durch Bewegungsmangel und Alter eingeschränkt. Gleichgewichtsübungen fördern damit auch die Sturzprävention und fördern die Sicherheit bei Alltagsbewegungen.

Route 2

Natur-Pur-Route mit den Kräftigungsübungen:Syper Fly, Split Squat, Taillen Crunch und Bauch Push

Ein muskulär stabiler Bewegungsapparat fördert eine gute Haltung und beugt muskulären Dysbalancen und Haltungsschäden vor:

Route 3

Sportlich bis zum Bismarckturm mit den Atmungsübungen:Open your Heart, Kriegerhaltung und AtempushHaltung  und Atemübungen  in der Natur tragen zur Stressprophylaxe und Entspannung bei.


Diese Routen  sollte mit Hilfe von sogenannten „Impulse ERGO Pedelecs“ umgesetzt werden. Bei dem „Impulse Ergo“ Pedelec wird die Motorleistung in Abhängigkeit vom Puls des Fahrers reguliert. Durch den Pulsgurt wird die Herzfrequenz per Funk an den Bordcomputer übertragen. Durch das Eingeben des Pulsbereiches, vor Beginn der Fahrt, vergleicht der Computer permanent den Soll- und Ist-Puls. Sinkt der Puls unter den vorher eingestellten Wert, reduziert der Antrieb automatisch seine Unterstützung. Steigt der Puls über den eingestellten Wert, erhöht der Antrieb seine Unterstützung. Das ermöglicht ein Fahren im annähert optimalen Pulsbereich, gefährliche Pulsspitzen werden damit vermieden, die Ausdauer wird trainiert. Der Fahrer bleibt immer im optimalen Pulsbereich unabhängig von Steigung, Gegenwind oder persönlichem Gewicht oder Trainingszustand.


Getestet wurde das ERGO-Impuls Pedelec u.a. in Bad Salzuflen im Vitalzentrum im Rahmen von mehreren Schnupper Kursen und eines fortlaufenden Kurses. Einfluss auf den Erfolg eines Kurses/Termins haben generell unterschiedliche Faktoren. Diese sind beispielsweise der Preis, der Termin (Uhrzeit/Wochentag/Dauer), die Werbung (inkl. Werbebotschaft) und vieles mehr. Den Gesundheitlichen Mehrwert des entwickelten Produktes, eines ganzheitlichen Ansatzes indem zum einen das „richtige“ belasten sowie die Fahr-Praxis mit dem Pedelec und das Wissen rund um ein gesundheitsorientiertes Verhalten im Alltag vermittelt wird ist schwierig in eine Werbebotschaft zu verpacken. Daher kann nur vermutet werden, dass diese Faktoren dazu beigetragen haben, dass die regelmäßigen Kurstermine aufgrund zu geringer Teilnehmerzahlen nicht stattfinden konnten aber die Einzeltermine mit einer sehr großen Resonanz und positivem Feedback umgesetzt wurden. Gerade das qualifizierte Personal und die geschulte Einführung in das Pedelec fahren wurden als sehr positiv bewertet. Eine Erweiterung des Kursangebotes in einen Präventionskurs der über die Krankenkassen abgerechnet werden kann könnte eine Hemmschwelle nämlich den Preis verringern und somit als Erfolgs Garant dienen.